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Digitale Speisekarte: Anbieter im ehrlichen Vergleich 2026

Jeder Vergleich von Anbietern für digitale Speisekarten hat dasselbe Problem: Geschrieben hat ihn einer der Anbieter. Dieser hier auch — yourmenu.app ist unser Produkt und steht weiter unten mit in der Liste. Was wir statt Neutralität liefern können, sind konkrete Zahlen — auch an den Stellen, an denen wir verlieren. Unten stehen neun Anbieter mit ihren echten Preisen für 2026, dem, was sie wirklich leisten, und den Fällen, in denen ein Wettbewerber die bessere Wahl ist. Wenn du die beste digitale Speisekarte für dein Lokal suchst, hängt die Antwort fast komplett an einer Frage: Sollen deine Gäste die Karte nur lesen — oder direkt darüber bestellen? Das sind zwei verschiedene Produkte, die unter einem Namen verkauft werden.

Woran du die Anbieter wirklich unterscheidest

Feature-Tabellen helfen hier kaum, weil alle dieselben Häkchen setzen. Sieben Punkte verändern den Alltag tatsächlich — und die meisten davon merkst du erst Monate nach der Anmeldung.

  • Was im QR-Code steckt. Frag das zuerst. Steht dort die aktuelle Adresse deiner Karte, kann eine Umbenennung oder der Umzug auf die eigene Domain sämtliche gedruckten Codes, Tischaufsteller und Fensteraufkleber ins Leere laufen lassen, die du längst bezahlt hast. Ein Code, der für immer gleich bleibt, ist mehr wert als die halbe Feature-Liste.
  • Ob der Gratis-Tarif echt ist. Kostenlos heißt in diesem Markt dreierlei: dauerhaft kostenlos mit erledigter Kernaufgabe, kostenlos aber so eng gedeckelt, dass du in einer Woche rauswächst, oder Testphase mit Ablaufdatum. Achte auf Grenzen bei Gerichten, Scans und auf die Kreditkartenpflicht.
  • Allergenkennzeichnung. In der EU ist das kein Extra — die 14 Allergene müssen für Speisen im Lokal ausgewiesen werden. Mehrere Tools in diesem Vergleich bewerben bis heute überhaupt keine Allergenfelder.
  • Übersetzungen, und welche Art. KI-Übersetzung ist sofort da und günstig, menschliche Übersetzung liest sich besser und kostet mehr. Beides ist legitim. Was passt, hängt davon ab, wie international dein Gastraum wirklich ist.
  • Scan-Analytics. Wie viele Gäste wann und wo scannen, sagt dir, ob die Tischaufsteller ihren Platz verdienen. Etliche sonst solide Tools haben davon gar nichts.
  • Der echte Monatspreis in deiner Größe. Vergleiche den Tarif, in dem drin ist, was du brauchst — nicht den beworbenen Einstiegspreis. Gerade die eigene Domain sitzt bei den Anbietern in völlig unterschiedlichen Stufen.
  • Die Sprache von Oberfläche und Support. Wenn dein Team auf Deutsch arbeitet, kostet eine rein englische Verwaltungsoberfläche jeden Tag ein bisschen Zeit und Nerven — bei allen, die damit arbeiten.

Der letzte Punkt sortiert diesen Markt still und leise am stärksten. Einige der stärksten Produkte gibt es nur auf Englisch, einige der deutschen Anbieter haben gar kein Englisch.

Digitale Speisekarte oder Bestellsystem — zwei verschiedene Produkte

Reine Karten-Baukästen erledigen genau eine Aufgabe: deine Speisekarte, auf dem Handy, aktuell. Kein Warenkorb, keine Zahlung, kein Bondrucker. Die Einrichtung dauert Minuten, der Monatspreis liegt irgendwo zwischen null und rund zwanzig.

Bestell- und Kassenplattformen setzen einen Warenkorb auf diese Karte. Gäste bestellen am Tisch, zahlen per Karte oder Wallet, der Bon landet in der Küche. Das ist echte Maschinerie: Tischnummern, Bestellstatus, Zahlungsdienstleister, Stornos, Einarbeitung im Team. Für manche Betriebe genau richtig, für andere reiner Ballast. Eine Trattoria mit vier Tischen draußen und einem Kellner, der die Bestellung sowieso aufnimmt, bezahlt ein System, das nie jemand öffnet.

Kläre das also vor dem Preisvergleich. Willst du keinen Warenkorb, wirken die Bestellplattformen teuer und kompliziert — weil sie es für dich sind.

Die reinen Karten-Baukästen

mymenu.de ist die schmalste Variante hier und geht offen damit um. Die Basisversion wird als „völlig kostenlos und ohne Bindung“ beschrieben, einen öffentlich gelisteten Bezahltarif gibt es nicht. Du bekommst einen statischen QR-Code je Standort, Unterstützung für mehrere Standorte und eine Einbettung für deine Website. Was du nicht bekommst: beworbene Allergenkennzeichnung, Analytics, Übersetzungen oder Bestellfunktion. Die Seite gibt es nur auf Deutsch, und an Inhalten gibt es nur eine FAQ, keinen Blog. Wenn dein Anspruch wirklich lautet, die Karte hinter einen Code zu hängen und nie wieder darüber zu reden, ist das ein fairer Deal — und niemand schickt dir je eine Rechnung.

qrmenugenerator.io hat einen Gratis-Tarif mit einem Restaurant, 20 Produkten und 10.000 Aufrufen im Monat. Für eine kleine Bar mit kurzer Karte reicht das. Pro kostet 9,90 $ im Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich 19 $, und bringt KI-Übersetzung, Allergen- und Ernährungskennzeichnung sowie Analytics mit. Für das Geld ist das viel. Die Oberfläche gibt es nur auf Englisch.

QR Carta fällt beim Preis aus dem Rahmen. Der Gratis-Tarif ist dauerhaft und enthält Allergenverwaltung nach EU 1169 — bei null Euro selten. Premium kostet 3,95 € im Monat und ergänzt Analytics und PDF-Export. Die Oberfläche läuft in 11 Sprachen, das Produkt zielt klar auf den spanischen Markt. Wenn Allergenpflicht bei kleinstmöglichem Budget die ganze Aufgabe ist, lässt sich dagegen schwer argumentieren.

OddMenu liegt bei 9 bis 10 $ im Monat, mit einem Testmonat, ohne dauerhaften Gratis-Tarif und ohne Analytics. BuonMenu hat eine ganz andere Form: 300 € im Jahr pauschal, kein Gratis-Tarif, starker KI-Import aus PDF oder Word, Allergene inklusive, keine Analytics. Der Pauschalpreis passt gut zu Betrieben, die lieber einmal im Jahr unterschreiben, als monatlich ein Abo laufen zu sehen.

Bestell- und Kassenplattformen

MENURY ist in diesem Vergleich die stärkste deutschsprachige Option. Basic wird als „dauerhaft kostenfrei“ beschrieben und enthält die Hauptfunktionen, Premium kostet 45 € im Monat, dazu kommt optional ein Sprachpaket für 15 € im Monat mit menschlicher Übersetzung in acht Sprachen. Der Code bleibt laut Anbieter immer gleich — das ist mehr wert, als es klingt. Dazu gibt es ein Bestellsystem mit provisionsfreien Zahlungen, Reservierungen, PDF-Export und mehrere Restaurants, die Seite läuft auf Deutsch und Englisch. Scan-Analytics fehlen. Wenn du Bestellung plus Übersetzungen willst, die klingen, als hätte sie ein Mensch geschrieben, und das auf Deutsch, ist MENURY die bessere Wahl als wir. Das sagen wir lieber offen, als es zu verschweigen.

MenuTiger ist das mit Abstand tiefste Produkt der Kategorie. Der Gratis-Tarif kostet 0 $, ist aber hart gedeckelt: ein Standort, zehn Tische, sieben Kategorien und sieben Gerichte, 200 Scans und 250 Online-Bestellungen im Monat, nur Stripe und PayPal. Regular kostet 17 $ im Monat für zwei Standorte samt Kassensystem, Canva und Zapier. Advanced liegt bei 46 $ mit unbegrenzten Gerichten und Küchendisplay. Premium kostet 119 $ — dort sitzt die eigene Domain im White-Label. Jährliche Zahlung spart rund 15 %. Die Zahlungsabdeckung ist breit: Stripe, PayPal, Adyen, Braintree, Apple Pay, Google Pay. Dazu KI-Menübuilder, mehrsprachige Karten und ausgereifte Scan-Analytics. Zwei ehrliche Hinweise: Allergenkennzeichnung wird nicht beworben, und die Oberfläche gibt es nur auf Englisch. Wenn Bestellen und Bezahlen am Tisch der Punkt ist, kommt hier niemand tiefer. Wenn nicht, bezahlst du Maschinerie, die du nie einschaltest — und die eigene Domain kostet 119 $ im Monat statt 19 $.

gastronovi ist eine komplette Kassen-Suite, in der die digitale Speisekarte ein Modul ist, einzeln für 19 € im Monat. Gleicher Preis wie unser Premium, andere Logik: Das lohnt sich, wenn du das Ökosystem drumherum kaufst oder ohnehin schon nutzt. Einzeln gekauft mietest du ein Zimmer in einem Haus, in dem du nicht wohnst.

Wo yourmenu steht — und ja, das ist unser Tool

Noch einmal offen gesagt, weil es in so einem Text zählt: yourmenu.app kommt von uns. Das ist die schmale Sache, die wir machen. Im QR-Code steckt ein dauerhafter Kurzlink, nicht die Adresse der Karte. Benennst du deine Karte später um, gestaltest sie neu oder ziehst auf eine eigene Domain, bleibt jeder bereits gedruckte Code gültig. Du tippst die Karte ein oder lädst ein Foto beziehungsweise PDF der alten hoch — die KI-Extraktion entwirft Abschnitte, Gerichte, Preise und Beschreibungen, du prüfst sie nur noch. Die Karte liegt unter dein-name.yourmenu.app und ist in Minuten online.

Der Gratis-Tarif kostet 0 $, dauerhaft: eine vollständige Karte, der dauerhafte QR-Code, Allergenkennzeichnung und sofortige Änderungen von jedem Gerät, ohne Kreditkarte. Dass die Allergene im kostenlosen Tarif liegen, ist Absicht — das ist Pflicht, kein Upsell. Premium kostet 19 $ im Monat und bringt mehrere Karten, KI-Übersetzungen, die du Satz für Satz nachjustieren kannst, eine eigene Domain, Scan-Analytics und bevorzugten Support. Alle 14 EU-Allergene und Ernährungs-Badges hängen am einzelnen Gericht, mehrere Währungen sind möglich, und ein Gericht als ausverkauft markieren graut es live aus, bevor der nächste Gast scannt.

Was wir nicht machen: Online-Bestellung, Zahlungen, Kassenanbindung, Reservierungen. Nicht als Roadmap-Folie — es gibt sie schlicht nicht. Wenn du eines davon brauchst, ist eine der Plattformen weiter oben deine Antwort, nicht wir.

Empfehlung nach Szenario

  • Karte aktuell halten, sonst nichts, zum Nulltarif: mymenu.de, wenn rein deutsch reicht und du keine Allergenfelder brauchst — oder unser Gratis-Tarif, wenn du Allergene willst und einen Code, der eine Umbenennung überlebt.
  • Allergenpflicht bei kleinstem Budget: QR Carta, Gratis-Tarif inklusive Verwaltung nach EU 1169.
  • Bestellen und Zahlen am Tisch, auf Englisch, mit POS und Küchendisplay: MenuTiger, ab 17 $ im Monat aufwärts.
  • Bestellsystem plus Übersetzungen in menschlicher Qualität, auf Deutsch: MENURY, Basic kostenlos, Premium 45 €, Sprachpaket 15 €.
  • Du hast gastronovi schon an der Kasse: nimm das Modul für 19 €, nicht noch ein separates Tool.
  • Eine Jahresrechnung, pauschal, plus viele PDFs zum Importieren: BuonMenu für 300 € im Jahr.
  • Mehrere Karten, editierbare Übersetzungen, Scan-Analytics und eigene Domain — ohne Bestellsystem: das ist unsere Form, für 19 $ im Monat.

Eine Sache lohnt sich vor jeder Kaufentscheidung: Druck einen Testcode, kleb ihn auf einen Tisch und ändere am nächsten Tag etwas an der Karte. Dann schau, wie schnell die Änderung auf dem Handy ankommt. Die Hälfte dieser Fragen beantwortet sich danach von selbst. Unser Gratis-Tarif ist genau dafür da, dass du diesen Test ohne Kreditkarte machen kannst — und wenn dich das Ergebnis zu einem der Anbieter oben schickt, ist das auch ein gutes Ergebnis.

Digitale Speisekarte: Anbieter im ehrlichen Vergleich 2026 — yourmenu.app